Wenn der Urlaub unverhofft länger dauert
Generell reisen Haustierbesitzer weniger als tierlose Mitbürger. Denn auch, wenn ihre daheimgebliebenen Tiere von uns gut versorgt werden, machen sich die Herrchen doch Sorgen um ihre Lieblinge und können es kaum erwarten, sie wieder zu sehen. Doch ab und zu kommt es vor, dass sich die Rückkehr aus dem Urlaub verzögert, z. B. weil am Flughafen gestreikt wird oder man im Urlaub krank wird und nicht reisen kann. Dann kommt zu den Sorgen um die eigene Gesundheit und die Organisation der Heimreise auch noch die Sorge um Haus und Tier. Doch natürlich ist es für uns überhaupt kein Thema, auch bei einer unverhofften Urlaubsverlängerung die Versorgung der Tiere abzusichern. Ganz gleich aus welchem Grund, denn alles andere wäre unmenschlich. So war es auch letztes Jahr für uns kein Problem, die beiden Hunde von Gabi, einer älteren Dame, die am Ende unserer Staraße wohnt, sogar einen Monat länger zu betreuen. Sie war anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter für 1 Woche nach Berlin gefahren und hatte sich im Aparthotel Berlin einquartiert. Von dort rief sie uns jeden Tag an, um sich nach ihren Hunden zu erkundigen. Denen ging es sehr gut, im Gegensatz zu ihr, da sie plötzlich an Blasenschwäche erkrankt war. Ihre Tochter leitet als Therapeutin unter anderem auch ein Beckenbodentraining in Berlin und wollte ihre Mutter natürlich nicht in diesem Zustand nach Hause fahren, sondern sie gleich an Ort und Stelle unter ihre Fittiche nehmen. Gabi fragte uns, wie lange wir denn ihre beiden Hunde versorgen könnten. Natürlich so lange es nötig ist, sagten wir. Sie solle in Ruhe ihre Behandlung genießen und erst gesund wiederkommen. Dafür ist uns Gabi bis heute dankbar und hat sich bei uns mit einem großen Blumenstrauß und einer Einladung zum Essen bei ihr revanchiert. In ihrem Haus haben wir die besonders hundefreunde Einrichtung und tierliebe Fensterdekoration bestaunt. Da es den Hunden während ihrer Abwesenheit an nichts fehlte, waren sie ihrem Frauchen auch nicht böse, weil sie so lange weg war, sondern verhielten sich besonders freundlich und liebevoll.